Magnolien-Wiki (Glossar) - verwendete Begriffe - verständlich erklärt


 

Typ-Foto :

Ein Typ-Foto zeigt typische Merkmale eines Magnolien-Angebots, zum Beispiel Container- bzw. Ballierungsart, die zu erwartende durchschnittliche Größe beim Kauf sowie die aktuelle Wuchscharakteristik.

 

Bitte beachten Sie, dass Typ-Fotos überwiegend im zeitigen Frühjahr oder im Spätsommer aufgenommen werden. Angebote im Frühjahr zeigen daher häufig Blütenknospen oder auch geöffnete Blüten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die bestellte Pflanze bei Lieferung zwingend den gleichen Entwicklungszustand aufweist.
Maßgeblich ist stets der natürliche Entwicklungsstand der Angebotspflanze zum Zeitpunkt des Versandes.

Dies gilt ebenso für Aufnahmen aus dem Spätsommer. Insbesondere bei laubabwerfenden Magnolien unterliegt die Belaubung den normalen jahreszeitlichen Veränderungen, wie Herbstfärbung oder beginnendem Laubfall.

 

Typ-Fotos bieten Ihnen dennoch eine wertvolle Orientierung, da sich wesentliche Merkmale der ausgewählten Magnolie – insbesondere Wuchsform, Proportionen und Kulturzustand – zuverlässig beurteilen lassen.

 

 

 

'Meine Magnolie'                             
So beschriftete Fotos zeigen EXAKT die Pflanze an, die Sie bei Bestellung  erhalten werden ('What you see is what you get!'). In dieser Lunaplant-Angebotskategorie finden sich überwiegend Einzelstücke oder besondere Solitär-Magnolien. Beachten Sie jedoch, dass sich auch hier der natürliche Zustand der gewählten Pflanze bis zum Versandtermin ändern kann. Es gelten diesbezüglich die gleichen Bedingungen wie beim vorstehend genannten  Typ-Foto (bitte beachten!). Pflanzen der Angebotskategorie 'Meine Magnolien' zeigen Ihnen im Bild dennoch eindeutig 'Ihre ganz persönliche Magnolie', die wir an Sie versenden werden und nicht  einen charakteristischen 'Typ' einer                                                                              Angebotssorte wie beim Typ-Foto.

 

Leittrieb
Junge Magnolien mit einem durchgehenden, zentralen Trieb, der den späteren Stamm bildet. Eine Magnolie mit einem Leittrieb wächst zu einem 'einstämmigen Baum' heran. Der Leittrieb weist dabei -entlang der aktuellen                                                                             Höhe- eine sortentypische Seitenverzweigung auf. Wurden alle Seitentriebe in der Baumschule bis auf eine bestimmte Höhe entfernt, z.B. um einen Halbstamm oder einen Hochstamm zu erzielen, so wird eine 'freie Stammhöhe'                                                                       erzielt, die in 'cm' angegeben wird. Hat man eine Magnolie mit Leittrieb gekauft, kann man auch noch später den Stamm bis zur gewünschten Höhe mit einer Baumschere aufasten, um im unteren Bereich Freiraum zu schaffen, z.B.                                                                         für Mäharbeiten, für besseren Wuchs der benachbarten Unterpflanzung oder um Durchgänge leichter möglich zu machen. Dieses sog. 'Aufasten' ist natürlich auch bei zwei- oder mehrstämmigen Bäumen möglich.

 

mehrtriebig                                      
Junge Magnolie mit mehreren Leittrieben direkt über der Veredlungsstelle oder direkt über dem Boden (bei wurzelecht vermehrten Pflanzen). Sie entwickelt sich -je nach Art oder Sorte- zu einem mehrstämmigen Baum oder großen Strauch und erzielt durch die Mehrtriebigkeit später häufig eine größere Kronen-Breite im Vergleich zu einstämmigen (siehe Leittrieb) Exemplaren.

 

Stammbusch                                       

Mehrtriebige Magnolie, bei der die Verzweigung erst oberhalb eines kurzen einstämmigen Stammes beginnt. Dieser ist meist zwischen 10-30cm hoch. Ein Stammbusch wirkt daher an der Basis etwas anders als eine mehrtriebige Pflanze, wird sich aber kaum anders entwickeln.

 

Strauch                                                 
Magnolien mit dichter Verzweigung ab der Basis her, ohne dass vertikale Haupttriebe erkennbar sind. Klassisch 'strauchförmig' wachsen z.B. die bekannten Sternmagnolien (Magnolia stellata) oder kleinere Sorten der                                                                                      beliebten Loebneri-Magnolien, wie z.B. 'Mag's Pirouette' oder 'Encore'. Der strauchige Charakter ist meist schon bei sehr jungen Vermehrungen angelegt und erkennbar. Stärkerwüchsige 'Strauch-Magnolien' werden z.T. auch                                                                                      aufwendig mit einem Leittrieb erzogen, damit man sie besser zu kleinen Bäumen heranwachsen lassen kann. Schwachwüchsigere  'Strauchsorten' werden zudem auch auf 'Ammenstämme' veredelt, die bei den Magnolien meist                                                                        zwischen 80-120cm hoch sind. Im Angebot steht dann 'Stamm mit Krone'.

 

blühreif                                                  
Junge Magnolien, die aufgrund ihrer erreichten Größe bzw. ihres Alters in der Lage sind, Blütenknospen zu entwickeln. Die Blühreife bei Magnolien kann seriös nur sortenspezifisch definiert werden                                                                          und ist bei vermehrten Magnolien höchst unterschiedlich! Soweit uns Erfahrungswerte vorliegen, geben wir bei den verfügbaren Angeboten entsprechende Hinweise zur Blühreife. Hinweise auf eine erreichte Blühreife                         beziehen sich auf die nächstfolgende Blühsaison. Achten Sie bitte darauf, ob Ihre Sorte regulär im Frühling oder im Sommer blüht. Bei den 'Sommerblühern' entstehen sichtbare Blütenknospen meist erst mit oder nach dem Blattaustrieb. 
WICHTIG: Berücksichtigen Sie daher bitte, dass ein als 'blühreif' deklariertes Angebot, nicht garantiert, dass die gekaufte Pflanze bereits Blütenknospen mitbringen muss! Erfahrungsgemäß beginnen die meisten durch Veredlung oder Stecklinge vermehrten Magnolien-Sorten im zweiten oder dritten Jahr mit ersten Blüten.Stimmen Standort und Pflege, wird sich die Blühintensität dann rasch steigern. Manche Wildarten wie z.B. Magnolia sprengeri 'Diva', Magnolias dawsoniana oder Magnolia sargentiana nehmen sich -auch als Veredlung- auch deutlich mehr Zeit bis zur Erstblüte. Sämlinge von Magnolia grandiflora benötigen in der Regel 10 Jahre, definierte Grandiflora Sorten (Alta, Kay Parris und alle anderen) werden jedoch entweder veredelt oder wurzelecht über Stecklinge vermehrt.                      Somit blühen sie fast so schnell wie die meisten laubabwerfenden Vermehrungen.

 

freie Stammhöhe                              

 

Als freie Stammhöhe bezeichnet man den durch gezieltes Entfernen der unteren Seitentriebe (fachlich: Aufasten) freigelegten unteren Stammbereich eines Baumes.

Die freie Stammhöhe wird als definierter Höhenwert in Zentimetern (cm) angegeben.

Freie Stammhöhen erleichtern beispielsweise das Anlegen und Pflegen von Unterpflanzungen, allgemeine Pflegearbeiten im Stammumfeld oder das Schaffen sicherer Durchgänge.
Darüber hinaus können sie gezielt als gestalterisches Element in der Gartengestaltung eingesetzt werden.

 

Auch bekannte Standards wie Halbstamm oder Hochstamm basieren auf dem Prinzip freier Stammhöhen mit klar definierten Maßangaben (in cm).Durch Abschneiden der unteren Seitentriebe ('Aufasten') frei gelegter, unterer Stammbereich mit einer definierten Höhenangabe in 'cm'.

 

Tipp:
Nahezu alle jungen Magnolien in der Anzuchtform „Leittrieb“ können später im Garten ganz individuell aufgeastet werden. Das ist wichtig zu wissen, da viele Sorten/Größen mit Leittrieb nicht mit bereits fertigen freien Stammhöhen angeboten werden oder eine vorhandene freie Stammhöhe bewusst noch erweitert werden soll.

Verwenden Sie für das Aufasten stets eine scharfe, saubere Baumschere, um glatte Schnittkanten zu erzielen. Haben die Schnittstellen etwa den Durchmesser eines 5-Cent-Stücks oder sind noch größer, empfiehlt es sich, die frische Schnittfläche direkt mit einem streichfähigen Wundverschluss zu behandeln.
Geeignete Produkte in Tuben mit integriertem Pinselaufsatz sind heute in nahezu jedem Gartencenter oder Baumarkt mit Gartenabteilung erhältlich.

 

Als optimalen Zeitpunkt empfehlen wir den Spätsommer: Der Saftdruck ist dann gering, die Schnittstellen bluten kaum nach, und da die Bäume noch voll belaubt sind, ist das Ergebnis der Schnittmaßnahme sofort sichtbar.

 

 

Tepalen                                                 
Die großen, farbigen Blütenblätter bei Magnolien

 

 

remontieren                                       
Frühlingsblühende Magnolien mit einer zweiten bzw. Folgeblüte im Sommer, Spätsommer oder Frühherbst. Diese Eigenschaft kann sowohl sortenspezifisch sein als auch spontan, z.B. provoziert durch bestimmte Witterungslagen im   Sommer. 
Hierbei blühen einzelne Knospen auf, die bereits für die Hauptblüte des nächsten Frühjahrs vorgebildet wurden. Umgangssprachlich wird meistvon einer 'Zweitblüte' gesprochen. Erlaubt sei der Hinweis, dass diese Blüten     bei Magnolien besonders in Hinblick auf Farbe, Größe, Gestalt und Haltbarkeit von der sortentypischen Charakteristik der 'Hauptblüte' im Frühling abweichen können. Sie sind jedoch stets willkommene Farbtupfer über dem grünen Sommerlaub. Berücksichtigen Sie bei der Qualität der sog. 'Zweitblüten' insbesondere das Wetter und die Temperaturen in den Sommermonaten. Die Frühlingsblüten genießen in der Regel deutlich kühlere Temperaturen. Bei voller Sonne und mehr als 30°C erschöpft sich eine Blüte, die überwiegend ausWasser besteht, erkennbar schnell. Dies ist kein Qualitätsmangel Ihrer Magnoliensorte!

 

 

Veredelung                                         
Die bei Magnolien aktuell vorrangig verwendete Vermehrungsform, umgangssprachlich auch als 'Pfropfen' bezeichnet. Es werden 2 genetisch unterschiedliche Pflanzenteile zusammengeführt, bestehend aus der sog.                    'Unterlage' (die den Wurzelstock bildet) und dem 'Edelreis', das nach dem Zusammenwachsen die gewünschte Sorte repräsentiert. Durch das gezielte Verwenden sehr winterharter und gut kompatibler Unterlagen wie z.B.                          Magnolia kobus, kann die spezifische Winterhärte im Wurzelkörper deutlichverbessert werden. Die 'Veredelung' gehört zu den vegetativen Vermehrungsmethoden. Man erzielt damit potenziell unendlich viele neue Pflanzen mit        genetisch identischen Eigenschaften. Da Magnolia kobus-, Magnolia acuminata- oder Magnolia xloebneri- Unterlagen zudem mehr freien Kalk im Boden vertragen, erzielen Sie bei Böden mit ph-Werten von 7,0 oder darüber                          meist bessere Wuchsleistungen und eine bessere Nährstoffversorgung als vergleichsweise bei wurzelecht vermehrten Magnolien-Sorten, insofern dieses nachweislich als 'kalkempfindlich' bekannt sind. (Als ideal erachten wir für die Kultivierung von Magnolien Böden mit einem ph-Wert zwischen 5,8 und 6,5)

 

wurzelecht                                        
Hier werden geeigente Triebabschnitte von Magnolien entnommen und als 'Steckling' in einem geeigneten Substrat zur Bewurzelung gebracht. Somit entstehen neue junge Pflanzen. Diese Methode ist bei Magnolien meist an                    einen erhöhten Technik-Einsatz gekoppelt. Nicht jede Magnolien-Sorte lässt sich über Stecklinge vermehren bzw. erzielt akzeptable Anwuchsquoten. Eine größere Bedeutsamkeit hat diese Vermehrungsform bereits bei der                    immergrünen Magnolia grandiflora, weil man damit eine nachweislich hohe sortenspezifische Winterhärte auch im 'sorteneigenen' Wurzelkörper erzielt. Die 'Stecklingsvermehrung' gehört ebenfalls zu den vegetativen Vermehrungs-      methoden. Man erzielt damit potenziell unendlich viele neue Pflanzen mit genetisch identischen Eigenschaften.

 

Sämling
 
Junge Magnolien, die aus Saat herangezogen wurden. Diese Form der   Vermehrung kann NUR bei natürlichen Arten (Spezies) eingesetzt werden. 
Ausgeschlossen ist diese Vermehrung für alle Magnolien-Kreuzungen (Hybriden) sowie merkmalsspezifischen Selektionen von Wildarten. Jeder Sämling wäre dann genetisch abweichend von der Mutterpflanze und nicht mehr die gewünschte Sorte! Während in der Magnolienzüchtung die Sämlingsaufzucht essentiell ist, damit der Züchter neue Sorten mit neuen Merkmalen finden kann, spielt die Aussaat für die Gewinnung von Jungpflanzen (wie gesagt, bis auf wenige Wildarten) keine Rolle. Bei der Sämlingsvermehrung spricht man auch von 'generativer' Vermehrung. Tipp: Wenn Sie eine Magnolie mit einem Sortennamen suchen, kaufen Sie bitte niemals einen Sämling!

 

Solitär                                                   
Wir bei Lunaplant verwenden diesen Begriff für ausgesuchte Pflanzen, die sich aufgrund ihres Habitus besonders für eine Einzelstellung empfehlen. Dies ist jedoch wirklich nur als Empfehlung zu verstehen, sie können ebenso gut in eine Gruppenpflanzung integriert werden. Meist sind sie auch schon etwas größer (teurer) und fortgeschritten in ihrer sortentypischen Entwicklung.

 

Einzelstück                                         
Dieser Begriff signalisiert, dass bei Interesse eine rasche Entscheidung von Vorteil ist. Wir sind immer noch froh, von seltenen Sorten besser ein Exemplar einkaufen zu können als keines. Auch werden größere Pflanzen häufig nur als        'Einzelstück' herangezogen, weil es für diese Größen aufgrund der höheren Kosten nur eine reduzierte Nachfrage gibt.  Aufgrund des großen Magnolien-Sortiments ist die Vermehrung vieler Sorten oft homöopathisch gering -                        durchaus europaweit. 'Einzelstück' bedeutet daher mitnichten eine 'übrig gebliebene Pflanze, sondern signalisiert für Interessenten deutlich die geringe 
Verfügbarkeit.